Schweizer Premiere: Erstes Polizeikorps erhält Auszeichnung für gesundes Arbeiten

(Zug ZG). Als erstes Polizeikorps der Schweiz wurde die Zuger Polizei mit dem Label „Friendly Work Space“ von Gesundheitsförderung Schweiz ausgezeichnet.

Die offizielle Verleihung fand Ende Oktober 2026, statt. Das Label würdigt das Engagement der Zuger Polizei für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Auszeichnung: Label „Friendly Work Space“ von Gesundheitsförderung Schweiz.
  • Schweizer Premiere: Die Zuger Polizei ist das erste Polizeikorps mit diesem Label.
  • Verleihung: Ende Oktober 2026.
  • Schwerpunkt: Systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement.
  • Prüfverfahren: Beurteilung anhand von 14 Hauptkriterien.
  • Psychische Gesundheit: Psychologische Unterstützung und Peer-Support nach belastenden Einsätzen.
  • Körperliche Gesundheit: Sportangebote und regelmässige Gesundheitschecks.
  • Weitere Angebote: Sensibilisierung für Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung.
  • Wiedereingliederung: Individuelle Begleitung nach längeren krankheits- oder unfallbedingten Abwesenheiten.
  • Führung: Personalplanung, Führungsschulungen und Mitarbeitendengespräche.
  • Gültigkeit: Drei Jahre; danach erneute Überprüfung.

Kanton Zug: Zuger Polizei erhält das Label „Friendly Work Space“

Polizeiarbeit ist anspruchsvoll, körperlich wie psychisch. Unregelmässige Arbeitszeiten, belastende Einsätze und die hohe Verantwortung gegenüber der Bevölkerung stellen besondere Anforderungen an die Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist ein Arbeitsumfeld, das die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit langfristig fördert. Dass die Zuger Polizei diesem Anspruch gerecht wird, bestätigt nun auch die Auszeichnung mit dem Label „Friendly Work Space“. Damit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Sie ist das erste Polizeikorps der Schweiz, das dieses Label erhält.



Gesundheit als Teil der Unternehmenskultur

Das Label „Friendly Work Space“ wird von Gesundheitsförderung Schweiz an Organisationen vergeben, die ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert haben. Im Rahmen eines umfassenden Prüfverfahrens wird anhand von vierzehn Hauptkriterien beurteilt, ob die Gesundheitsförderung in der Organisation verankert ist, entsprechende Ressourcen zur Verfügung stehen und Massnahmen gezielt geplant, umgesetzt und überprüft werden. „Unsere Mitarbeitenden leisten täglich einen anspruchsvollen Dienst für die Sicherheit der Zuger Bevölkerung. Dabei sind sie immer wieder körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Arbeitgeberin gute Rahmenbedingungen schaffen und ihre Gesundheit nachhaltig fördern. Die Auszeichnung bestätigt uns auf diesem Weg und ist gleichzeitig Ansporn, uns stetig weiterzuentwickeln“, sagt Thomas Armbruster, Kommandant der Zuger Polizei.

Vielfältige Angebote zur Gesundheitsförderung

Das betriebliche Gesundheitsmanagement der Zuger Polizei umfasst zahlreiche Massnahmen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden abgestimmt sind. Dazu gehören unter anderem psychologische Unterstützung und Peer-Support nach belastenden Einsätzen, verschiedene Sportangebote sowie regelmässige Gesundheitschecks. Auch die Sensibilisierung für Themen wie Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung spielt eine wichtige Rolle. Mitarbeitende, die nach längeren krankheits- oder unfallbedingten Abwesenheiten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, werden zudem individuell begleitet. Ergänzend tragen eine vorausschauende Personalplanung, gezielte Führungsschulungen und regelmässige Mitarbeitendengespräche zu einem gesundheitsfördernden Arbeitsumfeld bei.

Auszeichnung ist zugleich Verpflichtung

Das Label „Friendly Work Space“ ist jeweils drei Jahre gültig. Danach wird erneut überprüft, ob die Anforderungen weiterhin erfüllt werden. Für die Zuger Polizei ist die Auszeichnung deshalb nicht nur eine Anerkennung der bisherigen Anstrengungen, sondern auch ein Ansporn, das betriebliche Gesundheitsmanagement kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Mit dem Label unterstreicht die Zuger Polizei ihren Anspruch, nicht nur für die Sicherheit der Zuger Bevölkerung zu sorgen, sondern auch ihrer Verantwortung als moderne und gesundheitsbewusste Arbeitgeberin gerecht zu werden. Denn gesunde und motivierte Mitarbeitende bilden eine wesentliche Grundlage für eine leistungsfähige Polizei.

 

Quelle: Zuger Polizei
Bildquelle: Zuger Polizei


Polizei.news informiert | Gesundheit am Arbeitsplatz

Gesund bleiben im Berufsalltag: Sechs Bausteine eines guten Arbeitsumfelds

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist mehr als ein Fitnessangebot oder ein gelegentlicher Gesundheitstag. Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement berücksichtigt körperliche und psychische Belastungen, Arbeitsorganisation, Führung und die Möglichkeiten zur Erholung. Davon können Unternehmen und Mitarbeitende in ganz unterschiedlichen Branchen profitieren.

1. Belastungen frühzeitig erkennen

Eine dauerhaft hohe Arbeitsbelastung kann sich auf die Gesundheit auswirken. Mögliche Warnsignale sind anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, auch nach Feierabend nicht mehr abschalten zu können.

Wichtig ist, Belastungen nicht erst anzusprechen, wenn eine ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigung entstanden ist. Regelmässige Gespräche, erreichbare Ansprechpersonen und eine offene Kommunikation können helfen, Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen.

2. Erholung und Schlaf bewusst schützen

Ausreichender Schlaf ist wichtig für Konzentration, Leistungsfähigkeit und körperliche Regeneration. Besonders bei Schichtarbeit oder wechselnden Arbeitszeiten können regelmässige Erholungsphasen eine Herausforderung darstellen.

Hilfreich sind möglichst verlässliche Ruhezeiten, eine geeignete Schlafumgebung und ein bewusster Umgang mit zusätzlichen Verpflichtungen. Arbeitspläne sollten ausreichende Erholung ermöglichen und die gesetzlichen Ruhezeitvorgaben berücksichtigen, soweit diese auf das Arbeitsverhältnis anwendbar sind.

3. Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren

Sowohl langes Sitzen als auch körperlich anstrengende Tätigkeiten können den Bewegungsapparat belasten. Deshalb lohnt sich eine abwechslungsreiche Gestaltung des Arbeitsalltags.

Kurze Bewegungspausen, ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze und regelmässige körperliche Aktivität können das Wohlbefinden unterstützen. Bei körperlich anspruchsvollen Berufen sind zusätzlich geeignete Arbeitsmittel und sichere Bewegungsabläufe wichtig.

4. Nach belastenden Erlebnissen Unterstützung ermöglichen

Menschen in Gesundheits-, Rettungs-, Sicherheits- und anderen anspruchsvollen Berufen können mit emotional belastenden Situationen konfrontiert werden.

Vertrauliche Beratungsangebote und qualifizierte psychologische Unterstützung können helfen, mit Belastungen umzugehen. Kollegiale Unterstützung ist ebenfalls wertvoll, ersetzt bei ernsthaften oder anhaltenden Beschwerden aber keine fachliche Behandlung. Die Inanspruchnahme von Hilfe sollte ohne Stigmatisierung möglich sein.

5. Führungskräfte tragen Mitverantwortung

Gesunde Arbeitsbedingungen hängen nicht allein vom Verhalten einzelner Mitarbeitender ab. Auch Arbeitsmenge, Zuständigkeiten, Planbarkeit und die betriebliche Kommunikation spielen eine wichtige Rolle.

Führungskräfte können dazu beitragen, indem sie realistische Ziele setzen, Überlastung ernst nehmen und Probleme sachlich ansprechen. Ebenso wichtig sind nachvollziehbare Entscheidungen sowie klare Verfahren im Umgang mit Konflikten und gesundheitlichen Einschränkungen.

6. Gesundheitsmanagement regelmässig überprüfen

Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sollte nicht nur aus einzelnen Aktionen bestehen. Es braucht definierte Ziele, geeignete Zuständigkeiten und eine regelmässige Bewertung der umgesetzten Massnahmen.

Das Label „Friendly Work Space“ von Gesundheitsförderung Schweiz setzt deshalb auf ein systematisches Prüfverfahren mit 14 Qualitätskriterien. Nach drei Jahren ist eine erneute Beurteilung vorgesehen. Die Grundidee dahinter: Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine fortlaufende Aufgabe.

Gut zu wissen: Ein gesundheitsfördernder Arbeitsplatz entsteht nicht allein durch die Bereitstellung von Sport- oder Beratungsangeboten. Ebenso entscheidend sind Arbeitsbedingungen, bei denen Belastungen möglichst früh erkannt und vermeidbare Risiken reduziert werden.

Praktischer Tipp: Nehmen Sie sich einmal pro Woche fünf Minuten für einen persönlichen Arbeitsalltags-Check: Was hat in dieser Woche besonders viel Energie gekostet? Wo konnte ich mich gut erholen? Welche kleine Veränderung könnte die nächste Arbeitswoche erleichtern? Wiederkehrende Belastungen sollten mit der zuständigen Ansprechperson besprochen werden.

Weitere Informationen: Einblicke in Arbeitsbedingungen, Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten bei der Polizei bietet Polizeijobs.ch.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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