Ein Unfall, zwei Bilder und eine ziemlich klare Erinnerung: Es braucht wenig im Winter, um eine Fahrt zu verändern.
Das Wichtigste auf einen Blick
Rückblick: Verkehrsunfall aus dem Winter 1993/94
Polizeikorps: Kantonspolizei St.Gallen
Bildmaterial: Zwei historische Unfallbilder
Unfallursache: Nicht überliefert
Schwerpunkt: Polizeiarbeit nach Verkehrsunfällen
Präventionsbotschaft: Geschwindigkeit und Abstand an winterliche Verhältnisse anpassen
Unfallursache aus dem Winter 1993/94 nicht überliefert
Was genau zu diesem Unfall führte, ist in den uns vorliegenden Informationen nicht überliefert. Deshalb dichten wir auch nichts dazu – weder Helden- noch Räubergeschichten. Das passt auch zur Polizeiarbeit: Hinter jedem Unfall stehen Menschen und Schicksale. Und in den meisten Fällen beginnt unsere Arbeit dort, wo die Fahrt aufgehört hat. Dann gilt es Ruhe in die Situation bringen, Beteiligte betreuen, Situation sichern, und rekonstruieren, was passiert ist.
Winterliche Strassen bleiben unberechenbar
Fast 33 Winter später haben Autos ABS, ESP und Assistenzsysteme dazubekommen. Winterliche Strassen bleiben trotzdem unberechenbar. Darum gilt auch 2026: Geschwindigkeit und Abstand den Verhältnissen anpassen – besonders bei Nässe und Kälte.
💬 Was gehört für euch zu einer sicheren Fahrt im Winter?
Polizei.news informiert | Sicher unterwegs im Winter
Warum ABS und ESP den Bremsweg nicht einfach verkürzen
Moderne Fahrassistenzsysteme können helfen, kritische Situationen besser zu beherrschen. Sie können jedoch keine fehlende Bodenhaftung ersetzen. Besonders auf Schnee und Eis entscheidet der verfügbare Reifengrip darüber, wie stark ein Fahrzeug bremsen oder lenken kann.
ABS – Antiblockiersystem: Es verhindert beim starken Bremsen weitgehend das Blockieren der Räder und hilft, das Fahrzeug lenkbar zu halten. Auf glattem Untergrund bleibt der Bremsweg dennoch lang.
ESP – Elektronisches Stabilitätsprogramm: Das System kann einem beginnenden Schleudern entgegenwirken, indem es gezielt einzelne Räder abbremst. Ist die Haftung zu gering, kann auch ESP einen Kontrollverlust nicht sicher verhindern.
Assistenzsysteme: Notbremsassistenten und Abstandswarnungen können unterstützen. Sie ersetzen aber weder den Sicherheitsabstand noch eine angemessene Geschwindigkeit.
Fünf Tipps der BFU für die kalte Jahreszeit
Winterreifen frühzeitig montieren: Die BFU empfiehlt die Faustregel von Oktober bis Ostern.
Reifenprofil kontrollieren: Für Winterreifen empfiehlt die BFU mindestens vier Millimeter Profil. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter.
Mehr Abstand einhalten: Auf verschneiter Fahrbahn kann sich der Bremsweg gegenüber trockener Strasse bis auf das Vierfache verlängern.
Besonders auf Brücken aufpassen: Dort kann sich Eisglätte bilden, auch wenn andere Strassenabschnitte noch unproblematisch erscheinen.
Fahrzeug vollständig freimachen: Scheiben, Spiegel, Beleuchtung und das Fahrzeugdach vor Fahrtbeginn von Schnee und Eis befreien.
Wichtig: In der Schweiz besteht keine allgemeine gesetzliche Winterreifenpflicht. Das Fahrzeug muss aber jederzeit in einem betriebssicheren Zustand sein. Wer mit ungeeigneten Reifen unterwegs ist, riskiert bei einem Unfall rechtliche und versicherungsrechtliche Folgen.
Die Empfehlungen stammen aus dem Ratgeber Autofahren im Winter der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).